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Achtung Fehlentscheidung: Eine falsche Auswahl der Praxis-Software führt Ärzte in das digitale Abseits
Quelle und weiterführende informationen : http://bit.ly/2ksthGD
Niedergelassene Ärzte nutzen ihre Praxis-Software vor allem zur Dokumentation und zur Abrechnung. Die Systeme besitzen jedoch für die erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung eine entscheidende Bedeutung.
In der Praxis-Software läuft alles zusammen
Die Digitalisierung von Arztpraxen wird meist unter dem Aspekt der vielfältigen technischen Möglichkeiten (Apps, Tele-Kommunikation, Sensoren etc.) behandelt. Sie alle können aber nur sinnvoll eingesetzt werden, wenn sie direkt oder indirekt mit der Praxis-Software kompatibel sind. Die von Ärzten verwendete Software wird damit zukünftig weit mehr über den Erfolg eines Praxisbetriebes entscheiden als heute, denn Digitalisierung bedeutet nicht, lediglich additiv neue Technologien einzusetzen, sondern mit ihnen im Kontext der gesamten Tätigkeit den größtmöglichen medizinischen und produktiven Nutzen für die Patientenversorgung und das Praxismanagement zu erzielen.
Die Software als strategischer Partner
Damit entwickeln sich die Praxis-Software zum strategischen Erfolgspartner von Praxisteams (nicht nur) bei der Digitalisierung. Sie fungiert als Steuerungszentrale und elektronischer Praxismanager im Zusammenspiel mit den Tätigkeiten der Digitalmedizinischen Fachangestellten, vor allem, um das zukünftig deutlich zunehmende Datenaufkommen zielgerichtet einsetzen zu können.
Bei der Systemauswahl kommt es auf die Innovationsfähigkeit an
Vor diesem Hintergrund ist es fast irrelevant, wie zufrieden Ärzte heute mit ihrer Praxis-Software sind. Mittel- bis langfristig kommt es für den einzelnen Praxisinhaber darauf an, nicht nur ein leistungsfähiges, sondern vor allem ein zukunftsfähiges System zu verwenden. Zukunftsfähigkeit drückt sich zum einen in der Individualisierbarkeit einer Software aus – erste Ansätze existieren ja bereits -, zum anderen in der Perspektiv-Ausrichtung und Innovationsfähigkeit des Anbieters. Die aktuell angebotenen Praxis-Programme bieten bereits mehr als ein reine Dokumentations- und Abrechnungsfunktionen, obwohl eine Vielzahl von Ärzten sie bislang nur unter diesen Aspekten tatsächlich einsetzt. Software-Systeme für Arztpraxen werden bald ein umfassendes, multifunktionales Relationship & Workflow Management ermöglichen, das den Praxisalltag nicht nur abbildet, sondern aktiv steuert. Von der Anbieter-Seite wird auf dieses Argument bei der eigenen Positionierung bislang jedoch kaum eingegangen. Allerdings sollten Praxisinhaber immer genau nachfragen, was denn z. B. konkret unter App- oder Telemedizin-Anbindung zu verstehen ist und welche Kosten u. U. zusätzlich anfallen. Ein Vergleich der Alternativen, z. B. mit Hilfe einer Nutzwert-Analyse, ist immer ratsam.
Auch die KBV sieht die strategische Relevanz
Den strategischen Wert der Praxis-Software hat auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erkannt. Zwar werden als Begründung für die angestrebte Entwicklung einer eigenen Arzt-Softwarelösung die Kostenforderungen der Anbieter in Zusammenhang mit dem Medikationsplan-Modul genannt, doch die eigentliche Zielrichtung ist, strategisch „am Ball zu bleiben“ und über die Software und ihre zentralen Funktionen den Digitalisierung-Prozess lenken zu können.



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