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Fitness-Tracker und Gesundheits-Apps: Anwender wünschen sich medizinische Beratung bei der Interpretation ihrer Daten
Quelle und weiterführende informationen: http://bit.ly/2lUpJKv
Devices und Apps zur Erfassung und Analyse von Aktivitäts- und Gesundheitsdaten leisten immer mehr. Die Nutzer begrüßen das, wünschen sich aber gleichzeitig medizinisch-beratende Unterstützung bei den Schlussfolgerungen für das persönliche Verhalten.
Steigender Leistungsumfang
Die Leistungsfähigkeit der mHealth-Angebote nimmt ständig zu. Ihre Anwender sind dadurch nicht nur in der Lage, immer mehr Parameter zu erfassen, sondern Verfügen auch über die Möglichkeit, umfangreichere und differenziertere Auswertungen vorzunehmen. Die zugehörigen Programme liefern passend hierzu entsprechende Interpretationshilfen.
Immer mehr Daten schaffen Beratungsbedarf
In einer Serie von Gruppendiskussionen mit mHealth-Nutzern wurde auch dieser Aspekt behandelt. Hierbei stellte sich heraus, dass die Anwender diese wachsende Vielfalt der Erfassungs- und Auswertungsmöglichkeiten zwar unter dem Value-for-money-Aspekt begrüßen, sich aber gleichzeitig auch überfordert fühlen,
– Prioritäten bei der Vielzahl von Ergebnissen zu setzen und
– die Resultate in ihrer ganzen Tragweite für das eigene persönliche Fitness- bzw. Gesundheitsverhalten zu bewerten.
Unsicherheit entsteht vor allem bei Abweichungen zwischen den ermittelten Daten und dem eigenen körperlichen Empfinden, aber auch bei nicht erklärlichen Schwankungen. Ergänzend wünschen sich viele eine Wertung der Daten aus medizinischer Sicht mit konkreten Handlungsempfehlungen.
Ärzte sind nicht interessiert
Über die Hälfte der Gesprächsteilnehmer hatte hierzu Hilfe bei den behandelnden Haus- und Fachärzten gesucht. Hier waren sie jedoch zum größten Teil auf eine geringe Bereitschaft gestossen, sich mit den Daten und den zugehörigen Problemen bzw. Fragen zu beschäftigen. Häufig erfolgte das Abblocken der Fragen unter Hinweis auf die aus medizinischer Sicht unpräzise Datenerhebung oder – ganz profan – mit dem Hinweis, sich mit diesen Geräten nicht auszukennen.
Hohe Zahlungsbereitschaft
Wie groß das Interesse an begleitender medizinischer Beratung ist, zeigte sich in den Antworten auf die Frage nach der grundsätzlichen Bereitschaft , für einen derartigen Service zu bezahlen. Dass eine derartige Leistung nicht kostenlos sein kann, war allen bewusst. Erstaunlich ist jedoch der Korridor des Preises, den man zu zahlen bereit ist: er liegt zwischen € 40 und € 80.



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