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Praxis-Typologie der Digital-Prädisposition (Teil 1 / 2)
Quelle und weiterführende informationen : http://bit.ly/2kvcLl1
Die digitale Entwicklung von Arztpraxen wird bislang vor allem unter dem Aspekt der Möglichkeiten und Vorteile diskutiert. Wenig Beachtung finden hingegen die derzeitigen Gegebenheiten des Managements, auf die die Digitalisierung-Angebote treffen. Aber gerade hier besteht akuter Handlungsbedarf, damit die Innovationen überhaupt greifen können (Teil 1 / 2).
Das Systemprinzip des Praxismanagements
Das Praxismanagement ist ein System, in dem Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen verschiedener Aktionsbereiche, von der Planung über die Marktforschung, das Patientenmanagement, Organisation, Personalführung und Marketing bis hin zu Abrechnungs- und Finanzmanagement wie Zahnräder zusammenwirken. Digital-Lösungen müssen in dieses System integriert werden. Hier können sie aber nur reibungslos mit größtmöglichem Nutzen funktionieren, wenn die Grundfunktionalität des Praxismanagements gewährleistet ist.
Das System in deutschen Arztpraxis funktioniert unzureichend
Doch genau das ist das zentrale Problem deutscher Arztpraxen: in der über alle Fachgruppen betrachteten Durchschnittspraxis werden nur 53% des für eine reibungslose System-Funktionalität notwendigen Best Practice-Standards realisiert. Diese Situation ist auch der Grund dafür, dass der Arbeitsalltag vieler Praxisteams durch Arbeitsüberlastung und ihre negative Folgen, begonnen bei Stress und Demotivation bis hin zu unzufriedenen Patienten und unbefriedigenden Praxiserfolg, geprägt ist. Der größte Teil der Verbesserungsmaßnahmen ist dabei sogar in Eigenregie umsetzbar. Die Fachpresse und unzählige Veranstaltungen vermitteln zwar eine Vielzahl von Tipps und Techniken, diese Probleme in den Griff zu bekommen, doch die Erfolge sind bescheiden, da Praxisinhaber den System-Gedanken missachten und nur aktionistisch-punktuell in einzelnen Bereichen nachbessern, die übrige Problemlage aber weiter fortbesteht.
Digital-Lösungen beseitigen keine Defizite
In diesen gestörten Kontext implementierte Digital-Lösungen können ihr Leistungspotenzial nicht entfalten. Beispielsweise ist eine Automatisierung von Standardvorgängen bei nicht funktionsfähigen Abläufen gar nicht möglich. In diesem Zusammenhang zeigt sich übrigens bei digital-interessierten Ärzten eine deutliche Fehleinschätzung: sie erachten die neuen Möglichkeiten als Problem-Löser, eine Anforderung, die die Technik, eingesetzt auf einer maroden Basis, gar nicht leisten kann.
Die Defizitbereiche in der Übersicht
Eine repräsentative Auswertung von Praxismanagement-Systembeschreibungen (Valetudo Arzt-Community, Methode: Valetudo Check-up© „Praxismanagement“) zeigt, welche Bereiche in Bezug auf den digitalen Wandel verbesserungsbedürftig sind:
Planung
Ohne eine konkrete Praxis-Strategie können der Stellenwert der Digitalisierung und ihre Entwicklungsrichtung für den einzelnen Betrieb nicht bestimmt werden, sonst kommt es zu einer aktionistischen Digitalisierung. Aber nur ein Drittel der Arztpraxen ist strategisch definiert aufgestellt. Auch Zielgruppen-Management und Zielsysteme sind unterentwickelt.
Marktforschung
Um Digital-Angebote vergleichen und auswählen zu können, muss man sie kennen. Doch die markt- und patientenbezogene Informationssammlung niedergelassener Ärzte ist bereits im Hinblick auf einfachste Patientenanforderungen nur gering ausgeprägt.
Patientenmanagement
Ebenso fehlen stringente Konzepte für die zukünftig relevante Art der Patienteninformation (Stichwort „Adhärenz“), ohne sie lassen sich jedoch persönliche Aufklärungs-, Diagnose- und Therapie-Konzepte nicht mit technischen Unterstützungen kombinieren.
Teil 2
folgt am 27.01.2017 mit einer Fortsetzung der Defizit-Beschreibungen sowie der Digital-Prädispositions-Typologie von Arztpraxen



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