Bei einem Private Krankenversicherung Wechselmuss man zwei Arten von Wechsel unterscheiden. Zum einen kann man von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln, zum anderen kommt aber auch ein Wechsel innerhalb der PKV von einer Gesellschaft zur anderen in Frage.
Ein Wechsel von der GKV in die PKV setzt voraus, dass der Versicherte als Arbeitnehmer nicht mehr versicherungspflichtig innerhalb der GKV ist. Das ist dann der Fall, wenn sein jährliches Bruttoarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze übersteigt. Die Versicherungspflichtgrenze, oder auch Jahresarbeitsentgeltgrenze wird von der Bundesregierung jährlich entsprechend den Bruttoeinkommen aus dem Vorjahr angepasst. Gleiches gilt zwar auch für die Beitragsbemessungsgrenze, jedoch sollte diese Einkommensgrenzen nicht miteinander verwechselt werden. Neben den Arbeitnehmern können sich auch Beamte, Selbständige und Studenten unter bestimmten Umständen in der PKV versichern.
Ein Wechsel von der GKV in die PKV ist allerdings nicht immer eine Entscheidung, selbst wenn man zu dem wechselberechtigten Personenkreis gehört. Üblicherweise ist eine private Krankenversicherung nur für diejenigen die passende Alternative, die keine Familienangehörigen ohne eigenes Einkommen abzusichern haben. Für diese Angehörigen gilt in der GKV die kostenfreie Familienversicherung. In der PKV muss dagegen für jedes Familienmitglied ein eigener Beitrag gezahlt werden. Deshalb ist für eine Familie üblicherweise die GKV die kostengünstigere Alternative.
Auch wer gesundheitliche Probleme hat, ist oft in der GKV besser versichert. Die privaten Versicherer legen ihre Prämien auch in Abhängigkeit von dem Gesundheitszustand fest, so dass bei Vorerkrankungen oder bestehenden Risikofaktoren ein Risikozuschlag anfallen kann. Er treibt den Beitrag allerdings enorm in die Höhe.
Diese Punkte gilt es zunächst zu berücksichtigen, wenn man mit der Frage konfrontiert ist, ob ein Wechsel in die Private Krankenversicherung 2011 sinnvoll ist. Hat man sich für diesen Wechsel entschieden, ist ein sorgfältiger Vergleich der Tarife angesagt. Nur damit kann man sicher sein, die Gesellschaft und den Tarif zu finden, der perfekt zu den persönlichen Wünschen passt.
Dieser sorgfältige Preis-Leistungs-Vergleich ist auch erforderlich, wenn man von einer privaten Krankenversicherung in eine andere wechseln möchte. Das kann eine vernünftige Alternative sein, wenn die eigene Gesellschaft die Versicherungsprämien maßgeblich erhöht. Allerding muss man wissen, dass die für das Alter gebildeten Beitragsrückstellungen bei einem Wechsel des Versicherers zu einem großen Teil verloren gehen. Damit beginnt man bei der neuen Gesellschaft erneut mit der Ansammlung von Rückstellungen.
Deshalb kann im Einzelfall ein Tarifwechsel das Mittel der Wahl sein, nicht aber ein Wechsel des Versicherers. Welche Option am besten den individuellen Anforderungen des Versicherten entspricht, kann ein erfahrener Versicherungsmakler innerhalb kurzer Zeit fundiert beurteilen.