„Das andere Leben“ - Neues Online-Programm zur Prävention exzessiver
Internetnutzung bei Jugendlichen
Berlin/Köln, 29. April 2013. Ab sofort unterstützt die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Jugendliche dabei, übermäßigem
Internetsurfen oder exzessivem Gebrauch von PC-Spielen Aktivitäten
außerhalb des Online-Bereichs entgegen zu setzen. Zentrales Ziel des neuen
Programms „Das andere Leben“ auf www.ins-netz-gehen.de [1] ist es, bei jungen
Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren Aktivitäten im realen Leben zu
fördern.
Dass die BZgA dafür ein Online-Angebot entwickelt hat, mag auf den ersten
Blick widersprüchlich erscheinen – entspricht allerdings den
Lebensgewohnheiten der Zielgruppe. Gerade die jungen Menschen, die zu viel
und zu oft online aktiv sind, können primär über diesen Kommunikationsweg
erreicht werden mit dem längerfristigen Ziel, dass sie „Das andere Leben“
wieder kennen lernen.
Hierzu erklärt Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung:
„Das neue BZgA-Online-Programm vermittelt Jugendlichen dort, wo man sie am
besten erreicht, einen verantwortungsvollen Computerspiel- und
Internetgebrauch. Das Programm motiviert Jugendliche körperlich aktiv zu
sein, alternativen Freizeitangeboten und Hobbys nachzugehen und außerhalb
der virtuellen Welt Freunde zu treffen. Es schafft damit die
Voraussetzung, sich nicht in virtuellen Welten zu verlieren und abhängig
zu werden.“
Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen, dass die Beschäftigung mit
elektronischen Medien einen immer größeren Anteil in der
Freizeitgestaltung Jugendlicher einnimmt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass
exzessiver oder pathologischer Computerspiel- und Internetgebrauch vor
allem bei jungen Menschen verbreitet ist: Etwa 250.000 aller 14- bis 24-
Jährigen in Deutschland gelten als internetabhängig, 1,4 Millionen als
problematische Internetnutzer.
„In der Prävention exzessiver Internetnutzung müssen besonders soziale
Fähigkeiten trainiert werden, um beispielsweise die Selbstwahrnehmung
junger Menschen zu stärken oder um kompetent mit Stress und Belastungen
umzugehen“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Dabei
setzen wir auf Prävention, die Jugendliche in ihrer Lebenswelt anspricht.
Bei dem neuen Angebot ‚Das andere Leben’ lernen sie, befriedigende
Aktivitäten in anderen sozialen Räumen zu finden, in denen sie Bestätigung
erfahren.“
Das neue Programm "Das andere Leben" auf www.ins-netz-gehen.de [1] richtet
sich an 12 - bis 14-Jährige und an 15- bis 18-Jährige. Es bietet Hilfe bei
der exzessiven Nutzung von Computerspielen und von sozialen Netzwerken.
Insgesamt ist das Programm auf einen Zeitraum von vier Wochen angelegt.
In dieser Zeit erhalten Jugendliche die Möglichkeit, sich in einem
persönlichen Chatgespräch mit speziell qualifizierten Beraterinnen und
Beratern - dem Support Team - auszutauschen. Zentrales Element des
Programms ist die Übung "Real Life Challenge: Verbessere deine
Offline-Skills": Teilnehmende Jugendliche suchen sich hierbei in der Liste
"Offline-Skills" die Aktivitäten aus, die sie im realen Leben ausführen
wollen. Wenn sie die Aktivität ausgeführt und kurz beschrieben haben, wie
es ihnen ergangen ist, sammeln sie Punkte für Offline-Aktivitäten und
können dafür später eine Urkunde erhalten. Neben der "Real Life Challenge"
bietet das Programm auch einen so genannten Medien-Checker - eine
spezielle Form des Tagebuchs zur Dokumentation der eigenen Mediennutzung -
und einen Medien-Planer, mit dem Jugendliche zusammen mit dem Support-Team
ihre Online-Zeiten selbst festlegen können.
Abgerundet wird "Das andere Leben" durch eine individuelle E-Mail-Beratung
und verschiedene Selbst-Tests zur Internet- und Computerspielnutzung.
Darüber erhalten sie dann ein personalisiertes Feedback zu ihrem
Nutzungsverhalten.
Weitere Informationen unter http://www.ins-netz-gehen.de [1]
Informationsangebote der BZgA für Jugendliche und für Eltern zum Thema
Computerspiele:
• Computerspiele find ich toll! Wo ist das Problem? - Flyer zum
Thema „Computerspiele im Internet“ für 12- bis 18-Jährige
• Online sein mit Maß und Spaß – Ein Elternratgeber zum richtigen
Umgang mit digitalen Medien
Die Materialien können direkt unter www.ins-netz-gehen.de [1] bestellt werden
oder unter folgender Adresse: Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992-257, E-Mail: order@bzga.de [2],
http://www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung [3]
_____________________________
Kontakt:
Dr. Marita Völker-Albert
Pressesprecherin der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Tel. 0221-8992280
Fax: 0221-8992201
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de [4]
http://www.bzga.de [5]
RSS-Feed: http://www.bzga.de/rss-presse.php [6]
Twitter: http://www.twitter.com/bzga_de [7]
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im
Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit
Links:
[1] http://www.ins-netz-gehen.de
[2] mailto:order@bzga.de
[3] http://www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung
[4] mailto:marita.voelker-albert@bzga.de
[5] http://www.bzga.de
[6] http://www.bzga.de/rss-presse.php
[7] http://www.twitter.com/bzga_de