„Eigentlich sehe ich mich eher als Chefin statt als Kollegin, auch wenn ich immer wieder für ausfallende Helferinnen einspringe. Mein Mann sollte mich besser über manche Abläufe informieren, ich möchte die Dinge nicht von den Schwestern erfahren, die aber auch nur Bruchstücke kennen!“ Diese Schilderung aus einer Benchmarking-Praxisanalyse stammt von einer Arzt-Ehefrau, die ihren Mann als Praxismanagerin unterstützt und die fünf Medizinischen Fachangestellten des Betriebs steuert. Dabei sollte man meinen, dass gerade in Arztpraxen, die ja häufig Kleinstbetriebe mit wenigen Mitarbeitern sind, der Informationsaustausch kein Problem darstellt. Doch Ärzte haben nur gelernt, mit einem Partner zu kommunizieren (und auch das funktioniert nur eingeschränkt): dem Patienten. Der einfachste Weg, Defizite im praxisinternen Informationsfluss zu beseitigen, ist – neben dem direkten Austausch – die regelmäßige Durchführung von Teambesprechungen und ergänzender morgendlicher Kurzbesprechungen. Aber auch diese Austauschform schätzen viele Ärzte überhaupt nicht: hierfür sei keine Zeit, ist vielfach zu hören und zudem seien die Ergebnisse mehr als dürftig. So wird es wohl dabei bleiben, dass in vielen Arztpraxen einer alles und die anderen eher wenig wissen.
Quelle: http://ifabsthill.wordpress.com/2013/11/10/uncommunicative-doctors/ [1]
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[1] http://ifabsthill.wordpress.com/2013/11/10/uncommunicative-doctors/