Der Tracker-Wachstumsmarkt
Der Markt der Wearable Devices und speziell der Fitness-Tracker wächst gegenwärtig rasant. Kein Hersteller möchte sich das Geschäft mit der Selbstvermessungs-Bereitschaft entgehen lassen. Führt man die Positionierungen der Geräte zusammen, lässt sich die Zielrichtung der Gattung aus sich selbst heraus wie folgt definieren: es handelt sich um persönliche Informanten, die zum aktuellen Lebens-Stil passen, Lebens-Aktivitäten erfassen, auswerten und dadurch dazu beitragen, fit und aktiv zu bleiben, die eigenen Ziele zu erreichen und diese Parameter bei Bedarf mit anderen auszutauschen.
Deutliche Unterschiede zwischen den Geräten
Inzwischen existieren auch erste Vergleichstest zu den Trackern. Sie zeigen vielfältige, z. T. gravierende Unterschiede in der Ausstattung, vor allem bei den Funktionen und Auswertungen. Deutliche Diskrepanzen finden sich auch bei der Anwenderzufriedenheit. Die Abbildung weist die User Satisfaction Scores (Zufriedenheit in Relation zu den Anforderungen) für drei Activity Tracker aus. Die Beurteilungen fallen hierbei nicht nur zwischen den einzelnen Wearables in den einzelnen Merkmalsbereichen weit auseinander, sondern es ist gleichzeitig erkennbar, dass auch je Gerät ausgeprägte High- und Lowlights zu verzeichnen sind. So macht es aus Sicht der User bereits einen großen Unterschied aus, ob man ein Armband erst mühsam zuschneiden muss oder es einfach durch Verschieben anpassbar ist, aber auch, wie lange eine Akku-Ladung das Gerät betriebsbereit hält oder wie einfach die App-Nutzung ist.
Gesundheitsförderung ist noch keine explizite Positionierung?
Zum Thema „Gesundheit“ und „Arzt-Kooperation“ halten sich die Hersteller bislang zurück, obwohl aufgrund der Vielzahl an Monitoring-Möglichkeiten – bis hin zum Sleep- und Food-Tracking – eine breite Anknüpfungsfläche zur Verfügung stünde. So findet man in der einen oder anderen Bedienungsanleitung lediglich den Hinweis, dass es vor dem Start eines Fitness- oder Trainingsprogramms sinnvoll / notwendig ist, ärztlichen Rat einzuholen. Ideal wäre jedoch – für den gesundheitsbewussten Tracker-Anwender wie für den Arzt -, wenn das Geräte-Setup mit einem Arzt-Setup verbunden würde, d. h. einer Beurteilung des Arztes des zu diesem Zeitpunkt existierenden Gesundheitszustandes und einer Absprache der zu verfolgenden Ziele, denn es macht einen großen Unterschied, ob ein Gesunder ein Tracker-Programm absolviert oder z. B. ein Hypertoniker.
?Entwicklungsrichtung: Komplett-Lösungen
Diese Erkenntnis wird sich auch zunehmend bei den Anwendern durchsetzen, die sich ernsthaft mit den Geräte-Informationen beschäftigen. Aus diesem Grund sollten die Anbieter, die sich langfristig im Wearable Devices-Markt etablieren wollen, mit Ärzten kooperieren, um die empfohlenen Programme ärztlich unterstützen zu lassen und gleichzeitig eine Verbreitung von gesundheitsfördernden Komplett-Leistungen über Ärzte zu erreichen, zum Nutzen aller Beteiligten.
Quelle: http://ifabsthill.wordpress.com/2014/10/02/wearable-devices-activity-tra... [1]
Links:
[1] http://ifabsthill.wordpress.com/2014/10/02/wearable-devices-activity-tracker-arzt-beratung/