Patientenbefragungen im Test?
Nachuntersuchung von Patientenbefragungen in Arztpraxen aller Fachgruppen zeigen, dass knapp 70% der Befragungen zu Ergebnissen führen, die die Zufriedenheitsrealität nicht adäquat abbilden.
Ärzte setzen auf Schmalspur-Befragungen
Verantwortlich sind vordergründig Fehler bei der inhaltlichen Fragebogen-Gestaltung und der Umsetzung. Doch das eigentliche Problem ist die Einstellung der Praxisinhaber zu den Untersuchungen. Da sie zum Einsatz von Qualitätsmanagement-Maßnahmen in ihren Betrieben verpflichtet sind, zählt die Durchführung von Zufriedenheitsanalysen automatisch zum Repertoire der anzuwendenden Instrumente. Doch in der Umsetzung sind sie frei und setzen die Anforderung mit minimalem Aufwand um. Hieraus resultiert zwangsläufig aber auch nur ein minimales, d. h. vollkommen unzureichendes Ergebnis, der QM-Pflicht ist jedoch Genüge getan.
Veränderungen sind nicht gewollt
Vergleicht man den gesamten Zeitaufwand zur Planung und Durchführung professioneller Befragungen mit dem für Minimal-Analysen anfallenden Bedarf, ergibt sich bei erstgenannten sachbedingt eine erhöhte zeitliche Auswertungsintensität. Aus ihr resultiert aber gleichzeitig auch ein Erkenntniszuwachs, der zu konkreten Veränderungen mit der Konsequenz einer verbesserten Patientenorientierung führt. Doch auch hieran sind viele Mediziner nicht interessiert, da sie bereits die Hinweise ihres Personals ignorieren.
Quelle: https://ifabsthill.wordpress.com/2015/08/11/quick-and-dirty-patientenbef... [1]
Links:
[1] https://ifabsthill.wordpress.com/2015/08/11/quick-and-dirty-patientenbefragungen-in-arztpraxen/