Quelle und weiterführende Informationen: http://bit.ly/2bEKR4p [1]
Meetings sind unerlässlich
Der Nutzen von Besprechungen zwischen den verschiedenen Fachbereichen in Krankenhäusern ist vielfältig. Im Vordergrund stehen vor allem Informationsaustausch und Koordination. Derartige Meetings schaffen – professionell umgesetzt – Transparenz, geben Orientierung, binden alle Bereiche ein und (können) motivieren. Diese Effekte steigern wiederum Funktionalität, Produktivität und Erfolg. Aber wie gut erfüllt das Instrument „Besprechung“ im Klinikalltag seine Ziele wirklich?
Meetings im Test: Zu geringe Ergebnisqualität
Mit Hilfe eines einfachen Bewertungssystem – Meet&Rate –, das es Besprechungsteilnehmern ermöglicht, ihre Eindrücke nach einer Zusammenkunft kurz zu dokumentieren und zu quantifizieren, wurde ein bereits vor zwei Jahren durchgeführtes Projekt wiederholt, das die Besprechungsqualität in mehreren Kliniken überprüft. Zeigten die initial ermittelten Ergebnisse, dass weniger als die Hälfte der Besprechungen (45%) zu qualitativ befriedigenden Ergebnissen führten, waren es in der aktuellen Erhebung sogar nur noch 38%.
Multifaktorielle Einflüsse
Die von den Teilnehmern angeführten Gründe für die negativlästigen Bewertungen waren weitgehend identisch mit denen der Erstuntersuchung, dass
– zu mehr als der Hälfte der Besprechungen existierten keine oder nur eine unvollständige Agenda ,
– Einladungen erfolgten zu kurzfristig,
– Teilnehmer waren nicht ausreichend vorbereitet ,
– der für die Besprechungen zur Verfügung stehende Zeitrahmen und der Gesprächsbedarf harmonisierten nicht ,
– es wurden Vertreter ohne Kompetenzen geschickt,
– Unterlagen fehlten,
– die Gesprächsführung war nicht zielorientiert,
– die Besprechungsleitung war nicht in der Lage, Störungen zu eliminieren,
– emotionalisierte Diskussionen zwischen einzelnen Teilnehmern erschwerten die Durchführung ,
– es kam zu erheblichen Aufmerksamkeits-Defiziten durch die Beschäftigung mit elektronischen Geräten.
Die Lösung: Besprechungs-Standards
Die aktuellen Ergebnisse legen – wie vor zwei Jahren – erneut nahe, Standards („Besprechungs-Kodex“) für die Planung, Durchführung und Nachbearbeitung von Besprechungen einzuführen. Erfahrungen mit diesem Vorgehen zeigen, dass die Meeting-Qualität spürbar steigt
Links:
[1] http://bit.ly/2bEKR4p