Was können Veränderungen des Praxismanagements im Hinblick auf die Qualität der Patientenversorgung und der Arbeitsbedingungen in Arztpraxen bewirken und wie engagiert sind Praxisteams bei Veränderungen? Eine Exploration ging dieser Fragestellung genau nach.
Praxisteams glauben nicht an positive Veränderungseffekte
Praxisanalysen zeigen immer wieder, dass ein Großteil der Defizite des Managements in Arztpraxen von den Teams in Eigenregie beseitigt werden könnten, beispielsweise durch einfache Umstellungen des Bestellsystems, ein effizienteres Telefonverhalten, die Nutzung von Teambesprechungen oder die Standardisierung von Patienteninformationen. Trotz dieses Sachverhalts wird jedoch in dem meisten Betrieben auf Untersuchungen und Optimierungen verzichtet, oftmals unter Verweis auf die Annahme, dass das die Ursachen vor allem in externen Faktoren zu suchen sind (Stichwort: „Bürokratisierung“) und dass die zu erwartenden Effekte nicht groß sein werden.
Eine Untersuchung zum Thema
In einer aktuellen Exploration wurde dieses Thema aufgegriffen und ermittelt, zu welchen Resultaten Praxismanagement-Optimierungen tatsächlich führen können. Hierfür erfolgte eine zufällige Auswahl von 150 strukturell vergleichbaren Allgemeinarzt-Praxen, die vor 1,5 Jahren eine Praxisanalyse des Typs „Valetudo Check-up© Praxismanagement“ durchgeführt hatten und dabei mit einer Umsetzung des Best Practice-Standards von 40% abschlossen (Optimum: 100%). Der Standard beschreibt diejenigen Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, die einen reibungslosen und patientenorientierten Praxisbetrieb gewährleisten. Jede Praxis hatte einen individuellen Aktionsplan erhalten, der aufzeigte, welche Veränderungen der Arbeit in welcher Priorität vorgenommen werden sollten.
Geringe Veränderungsbereitschaft
In den untersuchten Betrieben wurden nun aktuell Folgeanalysen durchgeführt und deren Resultate mit den Ausgangswerten verglichen. Eine Filterfrage ermittelte hierbei zu Beginn den Umsetzungsgrad des Aktionsplans und bildete zwei Gruppen: Praxen der Gruppe 1, insgesamt 34 Betriebe, gaben an, die Verbesserungsoptionen vollständig bzw. zum größten Teil umgesetzt zu haben, die Gruppe 2, 116 Praxen, hatte sich kaum bzw. gar nicht mit Veränderungsmöglichkeiten beschäftigt. Die Relation reflektiert somit die eingangs beschriebene, zurückhaltende Einstellung zu Modifikationen.
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